Mein Projekt

Leben in der Normalität des öffentlichen Sozialraums

Ein integratives Arbeits – und Förderungskonzept für Melanie Spähn

Für einen „mehrfach schwerstbehinderten“ Mensch ist in dem vorgehaltenen institutionellen System der Behindertenhilfe der Weg vorgezeichnet. Für Melanie wäre der zentrale Lebensraum eine stationäre Einrichtung geworden.

Melanies Leben – Arbeit, Freizeit, Wohnen – findet jedoch in der Normalität des öffentlichen Sozialraums statt. Begleitet von ihrer Persönlichen Assistenz arbeitet sie in verschiedenen Einrichtungen des lokalen Gemeinwesens: derzeit in einem Altenheim und dem Cafe Asyl.

Die Grundannahmen für ein integratives Arbeitswelt- und Förderungskonzept wurden bereits in den letzten zwei Schuljahren erprobt.

Die Konzeption geht einerseits davon aus, dass individuelle Förderungskonzepte möglichst nahe an der Lebenswirklichkeit des betroffenen Menschen ansetzen sollten und andererseits davon, dass in unserer Gesellschaft zunehmend viele soziale Tätigkeiten liegen bleiben müssen, da sie aus Kostengründen nicht mehr umgesetzt werden können.

Das Konzept wurde 2005 dem zuständigen Kostenträger vorgelegt und die dafür erforderlichen Teilhabeleistungen bewilligt.

Im Rahmen des Projekts: „UNBEDINGT! Gemeindeintegration von Menschen mit besonderem Hilfebedarf“ der Lebenshilfe Baden-Württemberg wurden die Tätigkeiten von Melanie in einem Film dokumentiert https://www.youtube.com/watch?v=3xTN0kXlX_Y&feature=youtu.be.

Aktion Mensch berichtete in seinem Themenheft Inklusion 2013 darüber http://publikationen.aktion-mensch.de/inklusion/AktionMensch_Themenheft_Inklusion.pdf

2014 wurde das Projekt im Rahmen einer Fachtagung der Stiftung Leben PUR einem bundesweiten Publikum vorgestellt.

Inzwischen wird dieses Konzept in unterschiedlichen Varianten bundesweit adaptiert.